Letter to Charles Pettit McIlvaine

Title

Letter to Charles Pettit McIlvaine

Authors

W. Kaulbach

Files

Description

In German; describes paintings

Date

5-15-1868

Keywords

letter, Kaulbach, McIlvaine, German

Transcript

München Jun. 15. Mai
1868

Hochgeehrter Herr [?]!

Ihren werthen Brief vom 14. April [Mai] habe ich erhalten und ich spreche Ihnen meinen herzlichsten Dank dafür aus, daß Sie sich bezüglich unserer Angelegenheit direkt an mich gewendet haben; es war schon lange mein Wunsch, lieber in direktem Verkehr mit Ihnen zu treten, als durch die Vermittlung einer dritten unbedeutenden Person unsre Angelegenheiten besorgen zu lassen.

Vor Allem will ich [Ihrem] Wunsche [Folge] leisten und Ihnen Näheres über die Ausführung der Caritas berichten:

das große Bild ist seiner Vollendung schon so nahe, daß es in ungefähr zwei Monaten, von heute an gerechnet, vollendet sein kann; Beide Bilder, die [Skizze] sowohl, wie das ausgeführte große Gemälde [?] bereits in dem Rahmen, von denen der große 300 bayr. Gulden kostet; über den Preis des kleineren habe ich noch nichts bestimmtes erfahren können, doch ist derselbe jedenfalls [sehr] unbedeutend; wollten Sie [wohl] so [geneigt] sein, [mir] wissen zu lassen, ob um den [Carton] der Caritas ein Rahmen gemacht werden soll?

Was den Preis der Skizze betrifft, den Sie zu wissen wünschen, so bin ich gerne bereit, [denselben] Ihrer Bitte gemäß möglichst [mäßig] zu stellen, indem ich statt der Anfangs festgesetzten 6000 Gulden nur 4000 Gulden [bestimme]; [hiermit] gebe ich mich der Hoffnung hin, mit Ihnen, hoch[?] Herr, noch längere Zeit in geschäftlicher Verbindung zu verbleiben, da ich in Ihnen einen liebenswürdigen Charakter und Liebe und [Begeisterung] für die Kunst vereinigt sehe;

Beinahe kein Tag vergeht, wo nicht Familien aus Amerika mein Atelier besuchen, welche Alle [sowohl] dem Gemälde, wie dem [?] des [?] ihre Anerkennung zollen, der [dieses] Werk für ihre Heimat erworben hat.

Indem ich mich der Hoffnung hingebe, Sie recht bald in München begrüßen zu können, habe ich die Ehre, zu verbleiben.

Ew. Hochwohlgeboren
Ergebenster
W. Kaulbach

Translation

Munich Jun. 15. May
1868

Dear Sir [?]!

I have received your esteemed letter from April 14th [May], and I express to you my heartfelt thanks for having turned to me directly with regards to our business; it has been my wish for a while to contact you directly rather than let our matters be taken care of by the intermediation of some third, unimportant person.

Above all, I want to fulfill [your] requests and give you details about the realization of Caritas:

the big drawing is so near to its consummation that it can be completed in around two months, starting from today; both drawings, the [Sketches] as well as the completed painting already in the frame, of which the big one costs 300 bayr. [-possibly meaning bayerisch (Bavarian)] gulden [-old German currency]; I wasn’t able to learn anything specific about the price of the smaller one, that one is, in any case however, [very] unimportant; might you be [so inclined] to let [me] know if a frame should be made to fit around the [cartoon/drawing] as well?

Concerning the price of the sketches, which you wish to know, I am quite willing, as per your request, to provide [it] as [modestly] as possible, as I [estimate] only 4000 gulden instead of the 6000 gulden initially appointed; hereby do I cherish the hope, with you, highly [?] Sir, that we may remain in business together for some time, given that I see an agreeable character and love and excitement for art united within you;

Hardly a day goes by where families don’t visit my studio, where [everyone] pays tribute to the painting as well as the [?] of [?], [which/who] acquired [this] work for their home.

By cherishing the hope that you will very soon be able to be welcomed in Munich, it is my honor to remain [here].

Forever Hochwohlgeboren [-an old German honorific]
Sincerely
W. Kaulbach

Letter to Charles Pettit McIlvaine

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